OPTIKERMEISTERIN IN WALLENHORST Erfolgsgeschichte im Handwerk:

Wie ein Aushilfsjob für eine Belmerin zum Traumberuf wurde

Von Jessica von den Benken

Wallennhorst/Belm. Franziska Hartmann ist 28 Jahre alt und frisch gebackene Optikermeisterin. Hätte ihr jemand kurz nach dem Abitur diese Zukunft prophezeit, hätte die Belmerin lauthals gelacht. Heute ist sie stolz auf den Weg, den sie eingeschlagen hat, und dankbar für die Unterstützung ihres Ausbildungsbetriebs, Optik Mundt in Wallenhorst. "Auch im Handwerk kann man Karriere machen", weiß sie aus Erfahrung.

Franziska Hartmann wurde im September 1992 geboren. Sie wuchs in Belm-Icker auf, besuchte dort die Grundschule und machte im Frühjahr 2012 ihr Abitur an der Gesamtschule Schinkel. Wie viele andere junge Leute in dem Alter wollte sie nach ihrem Schulabschluss gemeinsam mit Freunden die Welt erkunden. Nach Neuseeland sollte es gehen. "Nach mehreren missglückten Anläufen habe ich die Idee schweren Herzens an den Nagel gehängt", erinnert sie sich. Einen echten Plan für ihre weitere Zukunft habe sie zu dem Zeitpunkt nicht gehabt. Studieren vielleicht, Geschichte oder Psychologie, um Lehrerin oder Journalistin zu werden.

Mit Aushilfsjob die Zeit überbrücken

Was machen unentschlossene junge Leute, um die Findungsphase zu überbrücken? Sie suchen sich einen Aushilfsjob. Den fand Franziska durch Zufall bei Optik Mundt in Wallenhorst. "Ich erinnere mich genau. Der Laden dort war ganz neu und meine Mutter hatte einen Termin. Sie brauchte eine neue Brille. Dabei kam sie mit der Chefin ins Gespräch, die erzählte, sie suche eine Aushilfskraft für ihr Geschäft", sagt Hartmann. Auf Drängen ihrer Mutter habe sie sich dort vorgestellt und direkt an zwei Tagen in der Woche mit der Arbeit anfangen können. "Das war echt ganz cool und hat auch Spaß gemacht", erinnert sie sich.

Franziska Hartmann (links) freut sich gemeinsam mit ihrer Ausbilderin, Nicole Mundt, über die bestandene Gesellenprüfung.

Von Beginn an habe sie sich gut mit dem Team und besonders mit der Chefin, Nicole Mundt, verstanden. "Es war ein super Aushilfsjob. Aber Optikerin zu werden, kam für mich zu dem Zeitpunkt noch nicht in Frage. Ich wollte raus in die Welt, wollte noch was erleben." Dabei versuchte Mundt sie sanft, aber regelmäßig in die Optiker-Richtung zu schubsen. "Ich habe ziemlich schnell erkannt, wieviel Talent in Franziska schlummert", erinnert sich Mundt. Daher habe sie der jungen Frau mehrmals eine Lehrstelle angeboten, ihr die Möglichkeiten des beruflichen Werdegangs aufgezeigt und gemeinsam mit ihr die jugendlichen Zukunftsgedanken strukturiert. "Anfang 2014 war ich dann soweit. Nicole hatte mich überzeugt und ich habe eine Lehre zur Augenoptikerin begonnen", sagt Hartmann. 

Spannende drei Lehrjahre

Etwas Besseres hätte ihr nicht passieren können, ist sie sich heute sicher. Sie habe spannende drei Lehrjahre erlebt, in denen sie selbstständig und viel am Kunden arbeiten durfte. Auch sei ihr in der Zeit klar geworden, wie interessant und vielschichtig die Arbeit im Handwerk ist. "Und, dass man als Abiturient nicht unbedingt direkt nach dem Abschluss an die Uni gehen muss, sondern auch im Handwerk Karriere machen kann." Und genau das ist ihr gelungen. 

Mundt ist stolz auf die Leistungen von Hartmann. Sie beschreibt sie als aufgeschlossene und lernwillige Auszubildende, die interessiert und motiviert den Beruf der Optikerin erlernt habe. "Und das macht dann auch richtig Freude", so Mundt. Sie selber liebe ihren Beruf und bilde gerne aus. "An Franziska konnte ich meine Begeisterung für diesen Beruf weitergeben. Das zu sehen, macht mich wirklich stolz", betont Mundt. 

Meister, Optometrist und vielleicht noch Bachelor

Im Anschluss an die bestandene Gesellenprüfung besuchte Franziska Hartmann zweieinhalb Jahre die Meisterschule. Seit vergangenem Monat trägt sie stolz den Titel "Optikermeisterin" mit einem zweier Schnitt und der praktischen Note "sehr gut". Ob sie noch ihren Bachelor macht, weiß sie noch nicht. "Jetzt will ich erstmal all das Gute zurückgeben, was mir in meinem Ausbildungsbetrieb zuteil geworden ist." Denn es sei nicht selbstverständlich, eine gute Ausbildung zu bekommen, vom Betrieb übernommen und dann sogar noch weiter gefördert zu werden. Dafür sei sie sehr dankbar. Ab September sattelt die junge Frau auf ihren Meister noch den Optometristen, eine Zusatzqualifiaktion, auf.

 

Handwerklichen Berufen eine Chance geben

"Ich habe meinen Weg zum beruflichen Glück gefunden. Das ist heute wirklich ein Geschenk", betont die junge Frau. Dass sie neben einer fachlich guten Ausbilderin auch noch eine gute Freundin in ihrer Chefin gefunden hat, hätte sich Hartmann vor neun Jahren nicht vorstellen können. Das macht ihr berufliches Glück am Ende perfekt. Ihr Wunsch: "Junge Menschen sollten handwerklichen Berufen eine Chance geben. Es kann sich wirklich lohnen." Daher unterrichtet sie gemeinsam mit ihrer Chefin auch an der Handwerkskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim und lässt keine Möglichkeit aus, um für ihr Handwerk zu werben.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin unter

05407-34 79 666 (AB)

Unsere Öffnungszeiten

 

Montag - Freitag

09:00 13:00

+

14:00 - 18:00

 

Samstag

09:00 - 13:00

(außerdem nach Vereinbarung)

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Kind & Sehen Spezialisten

 

 

Hier geht es zum link!

Bitte "MyButton" drücken!

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Mundt Optik
Große Straße 28 49134 Wallenhorst Fon: 05407-3479666 Mail: mundt-optik@osnanet.de
Sehstärke Fon: 05407-3479667 Diese Homepage wurde von Stephan Mundt erstellt.